Der Behandlungsbeginn – die Erstanamnese

Am Beginn der Behandlung steht ein ausführliches Anamnesegespräch, welches 1,5 bis 2 Stunden dauern kann. In meiner Praxis teile ich die homöopathische Anamnese in zwei Termine ein. Bei Kindern unterhalte ich mich beim ersten Termin nur mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten.

Für die homöopathische Arzneimittelwahl werden sehr viele Informationen benötigt. Sie betreffen außer den aktuellen Beschwerden auch Grundaspekte der Persönlichkeit, vorherige Erkrankungen, Impfungen, Krankheiten in der Familie, Lebensweise, Ernährungsgewohnheiten und vieles mehr.

Um den Umfang der Erstanamnese in einem annehmbaren Rahmen zu halten, werden Sie gebeten, einen Teil der Informationen vorab per Fragebogen einzureichen.

Der Erfolg der Behandlung ist im Wesentlichen von einer treffenden Arzneimittelwahl abhängig. Nach der Anamnese beginnt die eigentliche Arbeit: alle Informationen müssen sortiert, geordnet und gewichtet werden.

Dann werden auf der Basis des Ähnlichkeitsprinzips Übereinstimmungen mit homöopathischen Mitteln gesucht. Hierzu verwende ich ein Computerprogramm. Anschließend muss aus einer Auswahl sehr ähnlicher Mittel (Mittel mit großen Übereinstimmungen) dasjenige gewählt werden, dass dem Patienten und seinem Problem am meisten entspricht.

Nicht immer ist die erste Mittelwahl gleich erfolgreich. Deshalb wird die Wirksamkeit in Folgeterminen abgeklärt und ggf. weitere Mittel verordnet. Auf diese Weise kann sich eine homöopathische Behandlung unter Umständen über einige Monate hinziehen, bis sich Erfolge zeigen. Ich bitte Sie daher um etwas Geduld in der homöopathischen Behandlung.